Im dritten Spiel innerhalb von nur 66 Stunden zeigten die deutschen Frauen ein taktisch kluges Auftreten und es gelang ihnen das Spielgeschehen gegen Russland über weite Strecken zu dominieren. Nach einem torlosen ersten Drittel gingen dann doch die Russinnen (28. bzw 33. Minute) mit zwei Treffern in Führung.

Doch die DEB Auswahl kämpfte sich zurück und dank zweier Überzahltore durch Manuela Anwander (37. Min) und Anna Fiegert (40.) ging es beim Stand von 2:2 zum letzten Mal in die Kabinen.

Im letzten Abschnitt ließen sich beide Torfrauen nicht mehr überwinden und es folgte eine fünf minütige Verlängerung. Hier überstanden die deutschen Frauen gleich zu Beginn eine vier gegen drei Unterzahl schadlos. Kurz darauf hatten die DEB Mädels den Siegtreffer schon auf dem Schläger, im Gegenzug schlug ein verdeckter Schuss genau in den Winkel des deutschen Gehäuses ein.

Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Im Vergleich zu unserem letzten internationalen Turnier in Tschechien sind wir mit einer in vielen Positionen veränderten Mannschaft nach Finnland gereist. In den drei Spielen gegen europäische Topmannschaften haben wir unsere eishockeyspezifische Performance vorangebracht und wichtige Erkenntnisse für den weiteren Saisonverlauf gewinnen können.“

Daria Gleissner (ECDC Memmingen): „Im ersten Spiel gegen Schweden haben uns einfach die Tore gefehlt. Nach dem schweren Spiel gegen FIN am Freitag sind wir dennoch selbstbewusst in die Begegnung gegen Russland gegangen. Wir legten von Anfang an hohes Tempo vor und konnten durch ein gutes Powerplay sogar einen 0:2 Rückstand ausgleichen. An Ende hatten die Russen in der Verlängerung das Quäntchen mehr Glück.“