U20 Kapitän lieferte Gala-Auftritt bei der Generalprobe / Lob ans Team

Was für ein Auftritt – und das kurz vor der WM: Andreas Eder (EHC Red Bull München), Kapitän der U20-Nationalmannschaft, schoss beim gestrigen 5:3-Sieg gegen die Slowakei vier Tore und bereitete ein weiteres vor. Eine mehr als gute Statistik des Stürmers, doch Eder weist jegliches Lob von sich: „Natürlich ist es toll, dass ich der Mannschaft mit meinen Punkten zum Sieg verhelfen konnte, aber viel wichtiger ist, dass wir gestern super als Team aufgetreten sind und am Ende gewonnen haben. Da ist es ganz egal, wer von uns den Puck am Ende ins Tor schießt, Hauptsache es macht jemand!“

Der 19-jährige gebürtige Tölzer war auch schon im vergangenen Jahr bei der U20 Weltmeisterschaft in Kanada dabei. Den Abstieg aus der Topgruppe vermochte aber auch er nicht zu verhindern. „Die WM letztes Jahr war unglücklich. Wir haben nicht das Eishockey gespielt, das wir hätten spielen können“, erinnert sich der Stürmer. Diese Scharte soll nun ausgewetzt werden: „Auch wenn es schwer werden wird, wollen wir bei dieser WM alles geben und gleich wieder zurück in die Top-Division.“

Neben Deutschland gehen Lettland, Norwegen, Italien, Kasachstan und Gastgeber Österreich bei der 2016 IIHF U20 Eishockey Weltmeisterschaft Division I (13. – 19. Dezmeber 2015) an den Start. „Das Teilnehmerfeld in Wien ist eng, aber wenn ich unseren stärksten Konkurrenten ausmachen sollte, dann wäre das Lettland“, erklärt Eder. „Im Gegensatz zur Top-Division werden wir in diesem Jahr die Möglichkeit haben Spiele zu bestimmen – allerdings auch nur wenn wir unsere beste Leistung abrufen.“

Neben Eder spielen auch Maximilian Kammerer (Düsseldorfer EG), Kai Wissmann (Eisbären Berlin), Manuel Wiederer (Moncton Wild Cats) und David Trinkberger (Sioux City Musketeers) ihre zweite U20 WM. Für Bundesnachwuchstrainer Christian Künast hingegen ist es die erste Weltmeisterschaft an der Bande. Unterstützung findet er dabei von Bundestrainer und General Manager Marco Sturm. „Die Stimmung im Team ist super und auch mit dem neuen Trainer-Team passt das echt gut“, findet Eder. „Und für uns alle ist es eine große Ehre, mit Marco auf dem Eis stehen zu können. In Deutschland gibt es niemanden, der so viel Erfahrung in der NHL und bei großen internationalen Turnieren sammeln konnte wie er.“

Den Schwung aus der erfolgreichen Woche in Füssen und dem Sieg gestern wollen die Jungs mit aufs Eis nehmen und am Sonntag im ersten Spiel der Weltmeisterschaft (13. Dezember/13.00 Uhr) gegen Kasachstan gleich „Vollgas geben!“