DEB-Präsident Franz Reindl: „Strukturelle Verjüngung und Neuordnung im Leistungssport“ / POWERPLAY 26 im Fokus


Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. (DEB) stellt die Weichen auf Zukunft: Eine Woche nach der Verpflichtung von Marco Sturm (36) als neuer Bundestrainer und General Manager der Eishockey-Nationalmannschaft holt der DEB Christian Künast (44) sowie Stefan Schaidnagel (34) an Bord. Während der ehemalige Nationaltorwart Künast die Betreuung der U20-Nationalmannschaft übernehmen wird, verantwortet der Sonthofener Sportwissenschaftler Schaidnagel die neugeschaffene Position des Bundestrainers Wissenschaft/Ausbildung.

„Mit der strukturellen Neuordnung und Verjüngung unseres Trainerstabs setzen wir einen Kernpunkt unseres Konzepts POWERPLAY 26 um“, erklärte DEB-Präsident Franz Reindl. Die Personalien wurden in enger Abstimmung mit der Deutschen Eishockey Liga (DEL) entschieden. Sowohl Künast als auch Schaidnagel werden darüber hinaus in die regionale Vereins- und Talentbetreuung eingebunden.

Indes bedarf die Verpflichtung von Stefan Schaidnagel noch der finalen Zustimmung des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) als Geldgeber. „Wir sind aber sehr zuversichtlich, schnell eine positive Entscheidung zu bekommen, da beide Institutionen ihre Bereitschaft signalisiert haben, den DEB auf dem neuen Weg zu unterstützen“, erklärte Reindl.

Schaidnagels Aufgabenbereich umfasst die fachliche Koordination, Betreuung und Steuerung der trainingswissenschaftlichen Projekte des DEB, sowie die fachliche Betreuung, Konzeption und Organisation der Trainerausbildung, für deren Lehrkonzepte und Inhalte er auch verantwortlich zeichnet. Ein weiterer zentraler Aufgabenbereich ist die Zusammenarbeit mit den im Sportbereich für den DEB relevanten nationalen Institutionen.

„Ich freue mich über das mir entgegengebrachte Vertrauen. Jetzt gilt es die Ärmel hoch zu krempeln und POWERPLAY 26 mit Leben zu erfüllen und zum Erfolg zu führen“, erklärte Schaidnagel, der zuletzt im Rahmen seiner Tätigkeit für ein internationales Beratungsunternehmen Vereine und Verbände im Sportbereich betreut hat.

„Stefan Schaidnagel verfügt als ehemaliger Eishockey-Profi nicht nur über eine hohe Fachkompetenz, sondern auch den erforderlichen sportwissenschaftlichen Hintergrund. Überzeugt hat uns vor allem seine positive Energie“, erklärte DEB-Vizepräsident Daniel Hopp (Mannheim). Schaidnagel wird unterstützt von Jim Setters (61), der ihm als Referent Leistungssport zur Seite steht und seit über 20 Jahren beim DEB in verschiedenen Positionen tätig ist.

„Ich freue mich über meine neuen Aufgaben. Es wird ein hartes Stück Arbeit werden. Nahziel ist der schnellstmögliche Wiederaufstieg der U20 in die Top-Division“, erklärte der ehemalige Nationaltorhüter, der selbst an zwei Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City (USA) teilnahm. Zuletzt war der DEL-erfahrene Landshuter sportlicher Leiter und Chefcoach beim EHC Straubing.

„Christian gehört einer Spielergeneration an, die für eine erfolgreiche Zeit des deutschen Eishockeys steht, an die wir wieder anknüpfen wollen“, sagte der für Finanzen und Nachwuchs zuständige DEB-Vizepräsident Berthold Wipfler (Mannheim).

Zudem wird es weitere Veränderungen im erweiterten Trainer-Bereich des DEB geben. Demnach wird Ernst Höfner künftig als „Cheftrainer Vereins-/Talentförderung, Nachwuchsspielbetrieb und Spielerentwicklung“ fungieren. Die von Höfner kommissarisch besetzte Position des DEB-Sportdirektors wird es nicht mehr geben. Auf Honorar-Basis zeichnen Rick Böhm (55/Bad Tölz) und Thomas Schädler (47/Rosenheim) künftig für die U18-Nationalmannschaft verantwortlich. Erst im vergangenen Jahr waren die Positionen Frauen-Bundestrainer und U18 Frauen-Bundestrainer durch Benjamin Hinterstocker (35/Garmisch-Partenkirchen) und Tommy Kettner (45/Bad Tölz) neu besetzt worden.